Presseartikel: Martinsthal

Colin Wilkie



 

Colin Wilkie und Klaus Weiland im Salon

Die beiden genialen Musiker begeisterten das Publikum / Am Ende als Quartett


Wieder einmal waren zwei große Musiker auf der kleinen Salonbühne: Klaus Weiland und Colin Wilkie.
"Wahnsinn!", fand Salonière Christiane Nägler, dass die beiden Großmeister des Folk, Colin Wilkie und Klaus Weiland, auf ihrer Europa-Tournee Station in Martinsthal machten. Biber Herrmann präsentierte sie in seinem Acoustic Salon, der bis auf das letzte Plätzchen besetzt war. Kein bisschen müde wirkten der 77-jährige Colin Wilkie und der 64 Jahre alte Klaus Weiland. Sie sind ein geniales Duo, doch brillierte auch jeder für sich als Gitarrist und Sänger.

Klaus Weiland, ein Deutscher, der in Bergen-Belsen geboren und in England aufgewachsen ist, lebt seit Jahrzehnten in den USA und kam eigens für diese Tournee nach Europa. Solo spielte er verträumte Melodien und sang sanfte Songs, wie "With A Little Help From My Friends" oder das "Pfingstlied", das er aus dem Englischen übersetzt und mit Hannes Wader bearbeitet hat. Einfühlsam begleitete er die Stücke von Colin Wilkie, wie "If I Only Knew How", "With Kafka On The Shore" oder "One More City", das auf Deutsch durch Hannes Wader als "Manche Stadt" bekannt geworden ist. Colin Wilkie, der in London geboren ist, blieb mit seiner Frau Shirley Hart in den 1960er Jahren in Deutschland und lebt seitdem in Schwaben. Er gilt als Pionier der europäischen Liedermacher-Szene, war Wegbegleiter von Franz Josef Degenhardt, Reinhard Mey, Werner Lämmerhirt und vielen anderen Musikern. Nicht nur musikalisch faszinierten Wilkie und Weiland das Salonpublikum, sondern auch als glänzende Redner. Beide erzählten Geschichten zu ihren Liedern, Anekdoten aus ihrem Leben, und vor allem lieferten sie sich immer wieder einen Schlagabtausch - mal auf Deutsch, mal auf Englisch, mit viel hintergründigem Humor und Wortwitz. "Ihr wart ein tolles Publikum - ihr habt uns wirklich verdient", beantwortete Colin Wilkie den tosenden Applaus des Publikums nach dem "eigentlich" letzten Stück. Da musste natürlich noch eine Zugabe her. Und nicht nur eine - eine zweite, dritte und vierte Zugabe folgten.

Bei den Zugaben waren Colin Wilkie und Klaus Weiland nicht mehr allein auf der kleinen Bühne, Biber Herrmann und Überraschungsgast Yannick Monnot kamen mit dazu, und die Stimmung stieg auf den Höhepunkt. Die vier Musiker bewiesen sich als Meister der Improvisation mit "Night Café", "Cherokee Waltz", mit Cajun und Zydeco Music aus Louisiana.

Strahlend stand Christiane Nägler am Ende des Konzerts zwischen den "übermütigen" Musikern und dem begeisterten Publikum und bemerkte: "Wenn das mal nicht die heißeste Boy Band war ..."



chk


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